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Nachrichten für Jugendliche

Die Linken fordern Berufsbildungsqualitätsgesetz

Die Linken fordern ein Berufsbildungsqualitätsgesetz, da ein Berufsbildungsgesetz allein nicht ausreicht, um die angespannte Lage für Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern.

Die Linken fordern ein Berufsbildungsqualitätsgesetz, da ein Berufsbildungsgesetz allein nicht ausreicht, um die angespannte Lage für Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern.

Laut Berufsbildungsgericht und integrierter Ausbildungsstatistik bilden nicht mal 20 Prozent aller Betriebe aus. Hinzu kommt eine Schließungstendenz für Jugendliche mit Haupt- oder Realschulabschluss. Somit bleiben ihnen meist nur Ausbildungen mit zweijähriger Ausbildungszeit und meist schlechten Berufschancen, da Betriebe Fachkräfte mit einer drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit bevorzugen. Mit dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) fordern die Linken eine Umwandlung aller zweijährigen Ausbildungen in dreijährige, sodass die Chancen für alle Absolventen gleich sind. Doch nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität muss angepasst werden. Vor allem Betriebe mit niedriger Ausbildungsqualität haben offene Lehrstellen oder leiden unter Vertragsauflösungen. So soll das BBiG auch klare Qualitätsregelungen einführen, an die sich Ausbildungsbetriebe zukünftig halten müssen. Diese beziehen sich auf die Mindestvergütung, die Lernmittelkostenübernahme oder auf Fahrt- und Unterbringungskosten. Diese Ansprüche würden dann ebenso für duale Studierende als auch für duale Auszubildende gelten. Am wichtigsten erachte man aber, dass ein Rechtsanspruch auf Ausbildung für junge Menschen verankert und eine solidarische Umlagefinanzierung eingeführt werde, die alle Betriebe zu Ausbildung von Jugendlichen verpflichte.

Mindestlohn für Auszubildende eingeführt

Der Bund hat am 15. Mai 2019 erstmalig eine Mindestlohngrenze für Auszubildende festgelegt.

Der Bund hat am 15. Mai 2019 erstmalig eine Mindestlohngrenze für Auszubildende festgelegt. Ab dem ersten Januar 2020 erhalten Lehrlinge eine Mindestvergütung von 515 Euro pro Monat – für in 2020 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. Im zweiten Jahr steigt der Mindestlohn um 18 % und im dritten Lehrjahr um 35 %. Auch der Mindestlohn an sich soll ab 2020 jährlich steigen. Ab 2021 können neu angehende Auszubildende mit mindestens 550 Euro rechnen, in 2022 mit 585 Euro und ab 2023 dann mit 620 Euro. Aber: Tarifgebundene Unternehmen dürfen weiterhin nach unten abweichen.

Vor allem Ostdeutschland ist durch den neuen Beschluss betroffen. In 2018 haben hier Raumausstatter 480 Euro verdient, Schornsteinfeger 450 Euro und Friseure 325 Euro.

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