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Nachrichten für Jugendliche

Neue Bezeichnungen in der Berufsausbildung

Ab 1. Januar 2020 werden neue Bezeichnungen für Meister und Betriebswirte eingeführt.

Das die akademische Bildung einen höheren Stellenwert in der Berufswelt hat, führt oftmals dazu, dass Jugendliche nach der Schule bevorzugt ein Studium aufnehmen. Nach kurzer Zeit wird knapp einem Drittel der Studienanfänger bewusst, dass das universitäre System nicht das richtige für sie ist. Oft nehmen sie dann eine Ausbildung auf. Damit Studium und Ausbildung als gleichwertig angesehen werden, sollen Auszubildenden durch eine verbesserte Aufstiegsförderung den Titel des Bachelors oder Masters erhalten können. Ein Meister darf sich ab 2020 als Bachelor Professional und ein geprüfter Betriebswirt als Master Professional bezeichnen. Professional, um zu zeigen, dass es sich um eine berufliche Qualifizierung handelt und um Verwechslungen mit dem akademischen Abschluss zu vermeiden.

Die Linken fordern Berufsbildungsqualitätsgesetz

Die Linken fordern ein Berufsbildungsqualitätsgesetz, da ein Berufsbildungsgesetz allein nicht ausreicht, um die angespannte Lage für Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern.

Die Linken fordern ein Berufsbildungsqualitätsgesetz, da ein Berufsbildungsgesetz allein nicht ausreicht, um die angespannte Lage für Jugendliche auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern.

Laut Berufsbildungsgericht und integrierter Ausbildungsstatistik bilden nicht mal 20 Prozent aller Betriebe aus. Hinzu kommt eine Schließungstendenz für Jugendliche mit Haupt- oder Realschulabschluss. Somit bleiben ihnen meist nur Ausbildungen mit zweijähriger Ausbildungszeit und meist schlechten Berufschancen, da Betriebe Fachkräfte mit einer drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit bevorzugen. Mit dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) fordern die Linken eine Umwandlung aller zweijährigen Ausbildungen in dreijährige, sodass die Chancen für alle Absolventen gleich sind. Doch nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität muss angepasst werden. Vor allem Betriebe mit niedriger Ausbildungsqualität haben offene Lehrstellen oder leiden unter Vertragsauflösungen. So soll das BBiG auch klare Qualitätsregelungen einführen, an die sich Ausbildungsbetriebe zukünftig halten müssen. Diese beziehen sich auf die Mindestvergütung, die Lernmittelkostenübernahme oder auf Fahrt- und Unterbringungskosten. Diese Ansprüche würden dann ebenso für duale Studierende als auch für duale Auszubildende gelten. Am wichtigsten erachte man aber, dass ein Rechtsanspruch auf Ausbildung für junge Menschen verankert und eine solidarische Umlagefinanzierung eingeführt werde, die alle Betriebe zu Ausbildung von Jugendlichen verpflichte.

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